Befreiung! Was sonst?

Aufruf der DKP zum 70. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus

(Beschlossen auf der 12. Parteivorstandstagung, 14./15.3.2015)

Am 8. Mai 2015 jährt sich zum 70. Mal der Tag der Befreiung Deutschlands und Europas vom deutschen Faschismus. Es brauchte 40 Jahre bis 1985 der Präsident der Bundesrepublik das verpönte Wort „Befreiung“ über die Lippen bekam. Richard von Weizsäcker, der selbst Offizier der faschistischen deutschen Aggressionsarmee war, erklärte damals: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. (…) Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen. (…) wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft barg.“ Das war fast eine Sensation.

„Befreiung! Was sonst?“ weiterlesen

ICH WAR NEUNZEHN

ICH WAR 19DIE TAGE ZWISCHEN KRIEG UND FRIEDEM
DEFA 1968, Regie Konrad Wolf

09. April
19.30 Uhr
Litfaß
Lindenstraße 57
Oldenburg

Konrad Wolf ist einer der wichtigsten Regisseure der DEFA. Mit Filmen wie STERNE (1959), DER GETEILTE HIMMEL (1964), ICH WAR NEUNZEHN (1968) und SOLO SUNNY (1980), die die jüngste deutsche Vergangenheit und Gegenwart auf die Leinwand bringen, wird er nicht nur national, sondern auch international ein
anerkannter Künstler. Seine filmische Sicht auf Deutschland ist geprägt durch seine Geschichte: Als 8-jähriger emigriert er mit seiner Familie nach Moskau, als 19-jähriger kehrt er in der Uniform der Roten Armee zurück. Als späterer Regisseur und Kulturfunktionär weicht er zwar nicht ab von seinen kommunistischen Idealen, blickt aber immer fragend auf die Welt, versteckt sich nicht hinter Dogmen und Prinzipien.
ICH WAR NEUNZEHN (1968) trägt autobiographische Züge; es ist der persönlichste Film des Regisseurs. Erzählt wird vom emigrierten Gregor Hecker (Jaecki Schwarz), der als Soldat der Roten Armee seine Heimat Deutschland und die Deutschen zwischen dem 16. April und dem 3. Mai 1945 auf dem Weg von der Oder bis zu einem westlich von Berlin gelegenem Ort entdeckt. Ohne Pathos, Idealisierung und Sentimentalität schildert der Film die Schrecken des Krieges. Der sehr persönliche, authentische und aufrichtige Film wird auch wegen der starken emotionalen Ausstrahlung des Hauptdarstellers ein großer Erfolg im In- und Ausland.
(Text: DEFA-Stiftung, Ines Walk)

Zur Friedenspolitik der DKP

– aktuelle und grundsätzliche Fragen

– aktuelle und historische Erfahrungen

Von Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP (http://news.dkp.suhail.uberspace.de/2015/05/zur-friedenspolitik-der-dkp/)

Mit den militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine steht Europa am Rande eines den ganzen Kontinent erfassenden Krieges. Die Ursachen liegen eindeutig in einer Politik, die NATO nach Osten auszuweiten und Russland einzukreisen. Die Aggression ging und geht von den Hauptkräften des westlichen Imperialismus, den USA und der EU unter wesentlicher Führung Deutschlands aus. Der Beginn der Zuspitzung lag in dem Versuch der Assoziierung der Ukraine in die EU. Als dies scheiterte, wurde mit massiver Unterstützung der US-Regierung, der EU und der deutschen Regierung (einer großen Koalition aus CDU und SPD) die gewählte Regierung der Ukraine weggeputscht. Dafür instrumentalisierte man vorhandene Widersprüche und Unzufriedenheit in der Bevölkerung der Ukraine. Und man war bereit ein, bis heute existierendes, Bündnis mit nationalistischen und faschistischen Kräften einzugehen.

„Zur Friedenspolitik der DKP“ weiterlesen

Filmvorführung: DIE TOTEN BLEIBEN JUNG

Nach dem gleichnamigendie toten bleiben jung_finalRoman
von Anna Seghers

07.01.2015, 19:30 h
Gaststätte „Litfaß“, Lindenstr. 57,
Oldenburg

Vor 100 Jahren entfesselten die Deutschen und Österreichischen Monarchien den ersten Weltkrieg. Viereinhalb Jahre später beendeten die ArbeiterInnen in Ost und West das Völkerschlachten. In Deutschland waren es Menschen wie Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Leo Jogiches sowie namemlose Tausende, die diesen Ausbruchsversuch aus Kapitalismus und Barbarei als erstes mit ihrem Leben bezahlten. Der Film und der Roman von Anna Seghers erzählen davon.

Anhand der Ermordung des Jungkommunisten Erwin während der Novemberrevolution erzählt Anna Seghers die Geschichte der folgenden Weimarer Republik aus den Perspektiven so unterschiedlicher Akteure wie der Adeligen, der Großbürgerlichen, des bäuerlichen und proletarischen Milieus. Der Verlauf der deutschen Geschichte hin zu Faschismus, Krieg und Zerstörung wird auf breiter gesellschaftlicher Basis erzählt und damit die deutsche Tragödie nachvollziehbar.

Wir, die Mitglieder der Deutschen Kommunistischen Partei in Oldenburg, zeigen die DEFA Produktion aus dem Jahr 1968 vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus am 8. Mai 2015, der ohne den entscheidenden Beitrag der Roten Armee sowie dem Kampf der antifaschistischen PartisanInnen nicht möglich gewesen wäre. Wir zeigen ihn aus dem Grunde, weil der Faschismus leider nicht nur eine verhängnisvolle Geschichtsrelevanz besitzt, sondern in Europa neue gefahrliche Brisanz gewinnt: von Ungarn, Ukraine über Schweden bis in die Kernländer EU-Europas. Wir zeigen ihn, weil Krieg und Reaktion wieder zum Normalfall für die Herrschenden geworden sind und es hohe Zeit ist gemeinsam Widerstand gegen Imperialismus, Krieg und Faschismus zu leisten!

Kundgebung anlässlich des Hiroshima-Tages

Abgeschrieben von: http://oldenburger-friedensbuendnis.de/kundgebung-anlaesslich-des-hiroshima-tages/
Das Oldenburger Friedensbündnis ruft zum 09.08.14 um 17.00 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Rathausplatz in Oldenburg zum Hiroshima Gedenken auf.

An diesem Tag gedenken wir der schrecklichen Ereignisse vor fast 70 Jahren, als der 2. Weltkrieg eigentlich schon beendet war. Wir versuchen zu verstehen, wieso diese scheinbar so sinnlosen menschenverachtenden Entscheidungen getroffen wurden.
Wir können aber nicht gedenken ohne dabei zugleich an heutige Geschehnisse zu denken, denn das Ende des 2. Weltkrieges war auch ein Zeitpunkt, an dem sich alle friedliebenden und fortschrittlichen Menschen geschworen haben, alles dafür zu tun, um zukünftig militärische Auseinandersetzungen überall auf der Welt zu verhindern.
„Kundgebung anlässlich des Hiroshima-Tages“ weiterlesen

Vorwärts und nicht Vergessen!

Eine Wortmeldung zur Kulturveranstaltung der DKP-Oldenburg am 24.07.2014

Mit diesen mahnenden Worten aus dem von Berthold Brecht und Hans Eisler verfaßten Arbeitersolidaritätslied aus den Endzeiten der Weimarer Republik (1929/30), lässt sich am eindringlichsten das Resümee über eine bemerkenswerte Veranstaltung in Oldenburg zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs 1914 umschreiben.

Unter dem Titel „100 Jahre im Bann der Gewalt! – Von Sarajewo 1914 ins Donbass 2014“ hatte die DKP-Oldenburg am 24. Juli 2014 in das Litfaß eingeladen. Mit einer Lesung aus Tagebüchern der Weltkriegszeit des Schriftstellers und linken Aktivisten Erich Mühsam galt es, sich dieses für die gesamte Menschheit bedeutsame Ereignis über das bloße Erinnern hinweg zu Vergegenwärtigen. Eingerahmt wurde diese Spurensuche – wie es sinnbildlich im Untertitel zur Veranstaltung hieß, durch zeitübergreifenden Arbeiter-, Revolutions- und Antikriegslieder mit dem Osnabrücker Liedermacher Achim Bigus.
„Vorwärts und nicht Vergessen!“ weiterlesen