KP der Türkei ruft auf mit „Nein“ zu stimmen

In der Türkei findet am 16. April eine Volksabstimmung zu einer Verfassungsänderung statt. Für dieses Referendum werben AKP und MHP. Zu den Gegnern, die die Umwandlung der Republik in eine Präsendialdiktatur ablehnen, gehören die Kommunistische Partei der Türkei (TKP), zu der die DKP enge Beziehungen unterhält. Uns erreichte folgender Aufruf ihres Deutschland-Komitees, in dem sie sich an die türkischen MigrantInnen wendet mit „Nein“ zu stimmen und sich zu organisieren.

Wie die TKP betont, werden ihre GenossInnen und andere Gegner des Referandums täglich durch paramilitärische Gruppen bei der Flugblattverteilung angegriffen und verletzt. Eine „NEIN-Werbung“ soll quasi nicht stattfinden. Da die türkische Community ein wichtiger Wahlkreis für die Herrschenden in der Türkei darstellt, ist „es ist nicht zu vermeiden, dass die politische Spannung in der Türkei sich direkt unter den aus der Türkei stammenden Bürgerinnen und Bürgern in der Bundesrepublik wiederfindet“, so die TKP. Für ein „ja“ unter den türkischen MigrantInnen werde schon lange von rechten Organisationen, insbesondere in den Moscheen und geheimen Sekte geworben, nicht erst seit dem Deutschland-Besuch des Ministerpräsident Yildirim Mitte Februar in Oberhausen.

Die Internetseite der KP der Türkei findet ihr hier

Dieses NEIN reicht zwar nicht, aber trotzdem  „NEIN“!

Erdoğan und das AKP-Regime suchen unter dem Deckmantel Referendum eine politische wie juristische Legitimation für ihre neoliberale und absolutistische Ordnung. Sie versuchen die Zukunft der Türkei, wieder einmal von einem erzwungenen Gang zur Urne abhängig zu machen. „KP der Türkei ruft auf mit „Nein“ zu stimmen“ weiterlesen

Lernen aus den Niederlagen in Lateinamerika

Am 20.1.2017 führte die DKP Oldenburg eine gut besuchte Veranstaltung zu den aktuellen Entwicklungen in Latein-und Mittelamerika in der Gaststätte „Bei Beppo“ durch.

Unser Referent, der Genosse Günter Pohl, als Verantwortlicher für internationale Politik beim Parteivorstand stand Rede und Antwort zu den sich darstellenden, rückwärts gerichteten Tendenzen in nicht wenigen lateinamerikanischen Staaten.

Neben den politischen Veränderungen in Venezuela, Brasilien, Bolivien und anderen beantwortete er fundiert Fragen zu deren Auswirkunken auf Cuba, auch gerade nach dem Tod von Fidel Castro bis hin zu dem Bereich, welche Auswirkungen der Präsidentenwechsel in den USA in diesem Bereich haben könnte. Insbesondere widmete er sich den Gründen für die negativen Entwicklungen in einigen Staaten des Kontinents und verwies auf Versäumnisse der linken Regierungen, wie sie unter den revolutionären und kommunistischen Parteien augenblicklich ausgewertet werden. Die lebhafte Diskussion wird für uns seinen Ausdruck darin finden, diesen sogenannten „Hinterhof der USA“ sprich des US-Imperialismus nicht aus den Augen zu verlieren!

Jahresauftakt und Filmveranstaltung der DKP Oldenburg

06/01/2017 20:00 – 22:00
Bei Beppo, Auguststr. 57, Oldenburg

Olga Benario ist 31 Jahre alt, als sie ins KZ Ravensbrück kommt. Ravensbrück liegt bei Fürstenberg/Havel in Brandenburg, ca. 1 Stunde von Berlin. Ravensbrück, das steht für das größte Frauenkonzentrationslager im Deutschen Reich. In unmittelbar Nähe liegt das für junge Mädchen eingerichtete KZ Uckermark. 34 Jahre alt ist Olga, als sie mit jüdischen Mithäftlingen in die „Heil- und Pflegeanstalt“ Bernburg verbracht und vergast wird.

Olgas Leben und Wirken war den DDR-Bürgern bekannt. Straßen, Kindergärten und Schulen waren nach ihr benannt. Zur ihrer Popularität trug maßgeblich die in Romanform gehaltene Biographie von Ruth Werner bei. Eine Heldenbiographie von links? Nein, das Wachhalten der Geschichte einer mutigen Frau, Kommunistin, Antifaschistin und Jüdin. Nach der Rückwende 1989 verschwand ihr Name, wie der unzähliger anderer AntifaschistInnen. Antifaschismus soll als verordnet verleumdet, und ausgetilgt, die Erinnerungen ausgelöscht sein.

Wir halten dagegen und zeigen den Dokumentarfilm zu unserem Jahresauftakt in Erinnerung an Olga, an Rosa und Karl, an die Mutigen von Gestern um für das Heute zu lernen.
Denn, der Kampf gegen Faschismus und Krieg – das gilt gestern wie heute – die sind untrennbar miteinander verwoben.

Eintritt frei.

Kommunisten zur Lage in Syrien

Anlässlich des Antikriegstages 2016 hatte die DKP Oldenburg zu einer Diskussionsrunde zur Lage in Syrien geladen. Referenten des Abends in der Gaststätte Litfaß waren Kommunisten aus Syrien und der Türkei.

Soltan, Kommunist aus Syrien, hat in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert – in Deutschland. Ein Jahr nach Beginn des Krieges flüchtete er mit seiner Familie und hat hier Asyl erhalten. Seither steht er mit seiner Partei, der KP Syrien (Vereinigt) und seinen Freunden und Genossen in der Heimat nur noch via Internet und Telefon in Verbindung. Dennoch ist Soltan gut informiert.

Die Proteste, die ihren Anfang in Damaskus und in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Stadt Qamischli hatten, waren geprägt vom Willen zur Demokratisierung des Landes. Die ursprünglich friedlichen Proteste waren vom „Arabischen Frühling“ inspiriert und richteten sich gegen Korruption und Wirtschaftsliberalisierung. Diese Forderungen wurden allerdings schnell durch religiöse Parolen abgelöst „Kommunisten zur Lage in Syrien“ weiterlesen

ZK der Kommunistischen Partei (Türkei) zum Putschversuch

JULI-AUSWERTUNG des Zentral Komitees der Kommunistischen Partei (Türkei)

1. Bei dem Putschversuch vom 15. Juli kam es nicht zur Konfrontation von Zentren mit antagonistischen Weltanschauungen, sondern zwei oder mehrerer Cliquen des Staates mit gleichem Klassenhintergrund und der Ideologie gerieten aneinander. Es ist eine Tatsache, dass diese Cliquen, die seit Jahren gemeinsam fungierten, nicht ganz voneinander zu trennen sind. Genauso ist es eine Tatsache, dass es nicht möglich ist, dass sie gar keine Informationen über die Pläne und Aktionen des Anderen haben konnten. Trotzdem ist der Versuch vom 15. Juli, nicht, wie von Vielen behauptet wird, ein persönlich von Erdogan geplantes blutiges Szenario, sondern ein reeller Putsch-Versuch. „ZK der Kommunistischen Partei (Türkei) zum Putschversuch“ weiterlesen

‚Es gibt keine Alternative zum Volk‘

Nach dem Putschversuch in der Türkei ruft die Kommunistische Partei (Türkei) das Volk auf, sich gegen alle Feinde des Volkes und der Menschheit zu organisieren und gegen die AKP zu vereinen:
Die Befreiung liegt in unseren Händen.

Wir veröffentlichen hier die deutsche Übersetzung des Aufrufs:

Noch kennen wir die Details des Putschversuchs in der Türkei, das in der Nacht vom 15. zum 16. Juli stattfand nicht.

Jedoch ist uns eins vollkommen klar, ein von außerhalb angetriebener Plan oder Versuch die AKP in ihrer Finsternis zu erlegen, um die Türkei dadurch in eine Friedensphase zu überführen, ist ohne das Volk oder die Arbeiterklasse und deren Kraft zum Scheitern verurteilt. Die Ereignisse aus dieser Nacht haben uns erneut mit der Realität konfrontiert: Entweder wird sich das Volk der Türkei organisieren und sich selbst von der AKP befreien oder die AKP-Türkei wird mit voller Geschwindigkeit immer mehr den reaktionistischen Machenschaften, den Repressalien ausgesetzt werden und Morde und Ausplünderung wird kein Ende kennen.

Es gibt keine Alternative für die einzige Macht, die die AKP erlegen kann und das ist das Volk. „‚Es gibt keine Alternative zum Volk‘“ weiterlesen

Neue Kommunistische Partei Niederlande in Esterwegen

Am 7. Mai nahmen KommunistInnen aus Holland und Deutschland an der Gedenkfeier in Esterwegen zur Befreiung vom Faschismus teil. Unsere Holländischen GenossInnen haben uns nun die deutsche Übersetung ihre Rede zur Verfügung gestellt, die wir hiermit veröffentlichen.

Für die Neue Kommunistische Partei der Niederlande hielt das Sekretariatsmitglied des Bezirks Groningen der NCPN, Matthijs Dröge, folgene Rede: „Neue Kommunistische Partei Niederlande in Esterwegen“ weiterlesen

FILMREIHE 75 Jahre Überfall auf die Sowjetunion

Am 22. Juni 1941 überfiel der deutsche Imperialismus die Sowjetunion, nachdem er in den vergangenen zwei Jahren halb Europa unterworfen und gemeinsam mit den so genannten Achsenmächten einen Weltkrieg zur Neuaufteilung der Weltmärkte begonnen hatte. “Stalin bricht Hitler das Genick“, so brachte Ernst Thälmann seine Zuversicht und sein festes Vertrauen zum ersten Arbeiter- und Bauernstaat zum Ausdruck. Hatte 1939 der Nichtangriffspakt mit Hitlerdeutschland viele schwankend gemacht, so sehnten doch Millionen Menschen in der ganzen Welt darauf, das nun eine Wende im Krieg eintreffen möge.

Wir zeigen zum 75. Jahrestag des Überfalls russische Filme aus verschiedenen Jahrzehnten. Und wenn auch heute kein Vaterland des internationalen Proletariats uns zur Seite steht gegen Faschismus und Krieg, so ziehen wir dennoch Kraft und Hoffnung aus der damals real gewordenen Utopie. Denn die Geschichte soll uns ein Lehrmeister sein! Für alle, die einen Blick wagen wollen, wie es wirklich war: „FILMREIHE 75 Jahre Überfall auf die Sowjetunion“ weiterlesen

Gedenken in Esterwegen

Am 7. Mai findet in der Begräbnisstätte Esterwegen im Emsland wieder das Gedenken für die Opfer des Faschismus statt. Dieses Gedenken wird durch die „Niederländisch – Deutsche Initiative 8. Mai“ gestaltet. Die Initiative betrachtet es als ihre Aufgabe, mit der alljährlichen Veranstaltung der Opfer des Faschismus zu gedenken und gleichzeitig gegenwärtige undemokratische und neofaschistische Entwicklungen, Diktaturen und Kriege anzuklagen.In diesem Jahr reden neben dem Hamburger Schauspieler Rolf Becker auch Christel Pieper, die Tochter eines Moorsoldaten sowie Mathijs Dröge aus den Niederlanden. Der in den Niederlanden sehr bekannte Chor „de volksstem“ (Die Volksstimme) umrahmt das Programm kulturell.

Ort: Begräbnisstätte Esterwegen an der B 401

Sonnabend 7.Mai 2016 um 15 Uhr

Esterwegen 2016