60 Jahre KPD-Verbot: Zeitzeugen erinnern sich

Am vergangenen Donnerstag fand in Bremen eine gut besuchte Veranstaltung zum Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands vor 60 Jahren statt. Über 80 Teilnehmer fanden sich in den Weserterrassen am Osterdeich ein. Auch aus Oldenburg und Umland reisten zahlreiche Gäste an.

Wir veröffentlichen hier einen Zeitungsartikel des Weserkurier. Der Journalist Jürgen Theiner führte anlässlich der Veranstaltung ein Interview mit Willi Gerns (DKP, Opfer der Kommunistenverfolgung in der Alt-BRD) und Heinrich Hannover (Jurist, Autor, Links-Anwalt)

Opfer der Gesinnungsjustiz
60 Jahre KPD-Verbot: Zeitzeugen erinnern sich
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Neue Kommunistische Partei Niederlande in Esterwegen

Am 7. Mai nahmen KommunistInnen aus Holland und Deutschland an der Gedenkfeier in Esterwegen zur Befreiung vom Faschismus teil. Unsere Holländischen GenossInnen haben uns nun die deutsche Übersetung ihre Rede zur Verfügung gestellt, die wir hiermit veröffentlichen.

Für die Neue Kommunistische Partei der Niederlande hielt das Sekretariatsmitglied des Bezirks Groningen der NCPN, Matthijs Dröge, folgene Rede: „Neue Kommunistische Partei Niederlande in Esterwegen“ weiterlesen

FILMREIHE 75 Jahre Überfall auf die Sowjetunion

Am 22. Juni 1941 überfiel der deutsche Imperialismus die Sowjetunion, nachdem er in den vergangenen zwei Jahren halb Europa unterworfen und gemeinsam mit den so genannten Achsenmächten einen Weltkrieg zur Neuaufteilung der Weltmärkte begonnen hatte. “Stalin bricht Hitler das Genick“, so brachte Ernst Thälmann seine Zuversicht und sein festes Vertrauen zum ersten Arbeiter- und Bauernstaat zum Ausdruck. Hatte 1939 der Nichtangriffspakt mit Hitlerdeutschland viele schwankend gemacht, so sehnten doch Millionen Menschen in der ganzen Welt darauf, das nun eine Wende im Krieg eintreffen möge.

Wir zeigen zum 75. Jahrestag des Überfalls russische Filme aus verschiedenen Jahrzehnten. Und wenn auch heute kein Vaterland des internationalen Proletariats uns zur Seite steht gegen Faschismus und Krieg, so ziehen wir dennoch Kraft und Hoffnung aus der damals real gewordenen Utopie. Denn die Geschichte soll uns ein Lehrmeister sein! Für alle, die einen Blick wagen wollen, wie es wirklich war: „FILMREIHE 75 Jahre Überfall auf die Sowjetunion“ weiterlesen

Gedenken in Esterwegen

Am 7. Mai findet in der Begräbnisstätte Esterwegen im Emsland wieder das Gedenken für die Opfer des Faschismus statt. Dieses Gedenken wird durch die „Niederländisch – Deutsche Initiative 8. Mai“ gestaltet. Die Initiative betrachtet es als ihre Aufgabe, mit der alljährlichen Veranstaltung der Opfer des Faschismus zu gedenken und gleichzeitig gegenwärtige undemokratische und neofaschistische Entwicklungen, Diktaturen und Kriege anzuklagen.In diesem Jahr reden neben dem Hamburger Schauspieler Rolf Becker auch Christel Pieper, die Tochter eines Moorsoldaten sowie Mathijs Dröge aus den Niederlanden. Der in den Niederlanden sehr bekannte Chor „de volksstem“ (Die Volksstimme) umrahmt das Programm kulturell.

Ort: Begräbnisstätte Esterwegen an der B 401

Sonnabend 7.Mai 2016 um 15 Uhr

Esterwegen 2016

Aufruf der DKP zum 1. Mai 2016

Heraus zum 1. Mai: Solidarität mit den Verfolgten! Gemeinsam kämpfen gegen das Kapital!

Wir rufen auf zur Teilnahme an den Mai-Demonstrationen der Gewerkschaften. Der DGB und seine Einzelgewerkschaften organisieren die Demonstrationen in diesem Jahr unter dem Motto „Zeit für mehr Solidarität“. Im Fokus stehen dabei die Solidarität mit den Geflüchteten, aber auch mit denen, die unter Lohndumping, Leiharbeit und schlechten Arbeitsbedingungen leiden, die trotz lebenslanger Arbeit von ihrer Rente nicht leben können, und mit den Frauen, die immer noch für gleiche Arbeit mehr als ein Fünftel weniger Lohn bekommen.

„Aufruf der DKP zum 1. Mai 2016“ weiterlesen

Refugees welcome Demonstration

Liebe GenossInnen, liebe FreundeDemoplakat

am Samstag, den 12. März, um 14 Uhr findet eine Demonstration gegen Rassismus in Oldenburg statt. Der Gruppenvorstand der DKP Oldenburg ruft dazu auf sich daran zu beteiligen. Start der Demo ist Stau, am Hafen beim Kran.

Bitte weiterleiten und teilnehmen!

Aufruf entnommen Offener antifaschistische Treff Oldenburg

http://antifatreff.blogsport.de/2016/03/05/refugees-welcome-demo-am-12-03-2016/

Wir rufen auf, am 12. März um 14 Uhr in Oldenburg für Solidarität mit Geflüchteten zu demonstrieren und gemeinsam gegen Rassismus, religiösen Fundamentalismus und patriarchale Strukturen zusammenzustehen! Beginnen soll die Demo am Hafen beim Kran.

Aktuell finden sich viele Menschen auf der Welt in der Situation wieder vor lebensbedrohlichen Umständen zu fliehen. Aufgrund von Krieg, Terror, Hunger, wirtschaftlicher Not, Verfolgung weiteren Gründen. Natürlich suchen diese Leute auch in Europa und Deutschland Schutz. Sie hoffen auf ein sicheres Leben und nehmen schwerste und auch lebensgefährliche Wege in Kauf um bis hierher zu gelangen. Allerdings finden sie nicht unbedingt das, was sie sich erhofft hatten. In Deutschland feiert man sich zwar momentan für seine sogenannte „Willkommenskultur“, die Realität sieht aber für viele Geflüchtete ganz anders aus: Von öffentlicher Seite werden Menschen, die Anträge auf Asyl stellen, immer wieder Steine in den Weg gelegt und das Ziel scheint zu bleiben, sie so schnell wie möglich wieder abzuschieben. Im alltäglichen Leben sieht es für Geflüchtete nicht unbedingt besser aus. Die deutsche Zivilbevölkerung zeigt sich zunehmend rassistisch. Angefangen bei der AFD, über PEGIDA bis hin zu den rassistischen Bürgerwehren, die sich in letzter Zeit, vor allem im Norden, gebildet haben. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Man muss nicht zu Veranstaltungen wie PEGIDA gehen um Rassist zu sein. Viele Menschen in diesem Land haben eine tendenziell rassistische Grundhaltung. Das zeigt sich an vielen Beispielen. Eines davon ist, wie mit den Ereignissen in Köln umgegangen wurde. Sexistisches und übergriffiges Verhalten wurde zum Problem von Migrant_innen gemacht ohne dabei die patriarchalen Strukturen als Problem anzuerkennen, die auch in Deutschland wirksam sind. Auch wird die Haltung vieler Menschen hier deutlich, wenn man sich einmal anschaut, wie viele Angriffe es in diesem und im letzten Jahr auf (potentielle) Geflüchtetenunterkünfte gab und wie groß die Zustimmung in der Bevölkerung zu solchen Taten war.
Es erscheint logisch, dass man bei solchen Sachen aktiv werden muss. Und solch eine Demo ist ein erster Schritt. Kommt zahlreich, je mehr desto besser, und sagt euren Freund_innen Bescheid.

Solidarität zeigen! Gemeinsam gegen Repression und rassistische Hetze!

Im Gedenken an Jan Gerdes – Widerstand gegen Rechtsentwicklung!

Cornelia Kerth
Cornelia Kerth

Kundgebung Jan Gerdes 2016Am Samstag, 05.03.2016 versammelten sich etwa 20 Personen, im Oldenburger Stadtnorden, um der Ermordung des KPD-Landtagsabgeordneten Johann Gerdes vor 83 Jahren zu gedenken.

Nach dem einleitenden Auftaktreferat des hiesigen DKP-Vorsitzenden, der die damalige Zeit und das Wirken Johann Gerdes anschaulich beschrieb, nahm Cornelia Kerth, Bundesvorsitzende der VVN/ BdA, das Wort. Sie schlug den Bogen vom historischen Faschismus, dem der Genosse Gerdes zum Opfer gefallen war, über die Gründung der NPD 1964 und ihrer Schlüsselfunktion für die extreme Rechte in der BRD, bis zu dem heutigen Faschismus auf der Straße, Stichwort Pegida, und der in die Parlamente drängenden AfD. Die Versammelten, von der DKP, über die Partei die Linke bis zu Mitgliedern der VVN/ BdA, waren sich einig mit der Kameradin Kerth, dass die NPD verboten gehört. Außerdem dass der Faschismus dort im öffentlichen Auftreten gehindert werden kann, wo es breit gefächerte antifaschistische Bündnisse gibt.

Nach einem musikalischen Programm und dem Schlusswort des DKP-Vorsitzenden wurden fünf rote Nelken an dem Straßenschild, dass an den Genossen Gerdes erinnert, niedergelegt.IMGP6918

Antifaschistische Gedenkkundgebung

jan gerdes bildAntifaschistische Gedenkkundgebung
Sa 05.03.2016 / 11:00 Uhr
Johann-Gerdes-Straße

Gastrednerin:
Cornelia Kerth (Hamburg)
Bundesvorsitzende der VVN/BdA
Musik: Uisge

Der Ofenerdieker Arbeiter Johann (Jan) Gerdes erlag am 5. März 1933 im Pius-Krankenhaus seinen Verletzungen. Der 36-jährige Jan, Gemeindevertreter in Ohmstede und Landtagsabgeordneter der KPD war das erste Opfer in Oldenburg nach dem Machtantritt der NS-Faschisten. Die Nazis sprachen seine Mörder frei. Die SA hatte endlich freies Spiel alle Kriegsgegner und Sozialisten ein für alle Mal auszuschalten. Dem Weg in den Krieg sollte von nun an nichts mehr im Wege stehen.
Wir gedenken Jan Gerdes und allen Kämpfern gegen Faschismus und Krieg!

Heute erhebt der Faschismus wieder seine schreckliche Fratze. In der Ukraine führt er Krieg und verfolgt Antifaschisten, Demokraten und Pazifisten. Nationalistische und faschistische Parteien erleben in allen Ländern EU-Europas starken Zulauf. In der Bundesrepublik vergeht kein Tag ohne Anschläge auf Flüchtlinge; Bürgerwehren gegen Ausländer werden gebildet. PEGIDA soll die neue Massenbewegung von Rechts werden, AFD ihr parlamentarischer Arm. Schon wurden Flüchtlingshelfer attackiert, Versammlungen angegriffen, auf Menschen geschossen.
Setzen wir ein Zeichen gegen Flüchtlingshetze, Rassismus und Neonazis!

Was macht die etablierte Politik? Nach dem Handgranatenangriff – „Jetzt keine Hysterie!“, so der SPD-Innenminister Gall in BaWü. Nach den massiven Angriffen von 250 marodierenden Nazis im Leipziger Stadtteil Connewitz – die CDU distanziert sich von Lichterketten gegen Rechts, da diese „den Bemühungen der Bundesregierung im Wege stehen, die Flüchtlingszahlen zu reduzieren“. Kein Tag, kein TV-Programm ohne Flüchtlingsthema. Kein Tag, keine Nachricht ohne Suche nach Islam-Terroristen. Kein Tag, kein Kommentar ohne Bundeswehrpropaganda. Kein Tag ohne neue Pläne zum Ausweiten von Auslandseinsätzen, von Zuzugsbeschränkungen, von Unterfinanzierung der Armee, von Grenzen dichtmachen und Gefahrenbeschwörung.

Faschismus und Krieg sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. „Wehret den Anfängen ist längst überholt – Wir sind mittendrin“, so der Mahnruf der Auschwitz- Überlebenden Esther Bejarano.

Antikriegstag 2015 in Oldenburg

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Oldenburg-Ostfriesland ruft für kommenden Sonntag, den 6. September für 18.00 Uhr zu einer Kundgebung in Esterwegen auf.

Wie in den vergangenen Jahren ruft der DGB und seine Einzelgewerkschaften auf, an einer Mahnkundgebung für die Opfer des Weltkrieges auf der Begräbnisstätte Esterwegen teilzunehmen. Sprechen wird in diesem Jahr der Kreisverbandsvorsitzende Nördliches Emsland des DGB Anton Henzen. Als Ehrengast und Zeitzeuge wird Albrecht Weinberg, ein Überlebender des KZ Auschwitz, erwartet.

Das KZ Esterwegen war Teil eines Systems von 15 Lagern. Im Sommer 1933 errichteten die Faschisten diese in unserer Region, um Kommunisten und andere Oppositionelle auszuschalten. Als Emsland- und Moorlager sind sie seither in das Gedächtnis aller AntifaschistInnen eingegangen. Mit Kriegsverlauf kamen zehntausende Inhaftierte aus Holland, Frankreich und Italien, über 100.000 aus der Sowjetunion hinzu. Schließlich diente es der Inhaftierung von so genannten Wehrmachtsdeserteuren. Die Geschichte dieser Lager mahnt uns gegen Faschismus und Krieg zusammenzustehen.

Wir schließen uns dem Aufruf des DGB an, am 6. September auf der Begräbnisstätte Esterwegen an der B 401 zusammen zu kommen und mahnen, das es hohe Zeit ist den neuen Kriegsbrandstiftern in die Arme zu fallen:

» Bundeswehrkriegseinsätze stoppen – Raus aus der osteuropäischen NATO-Eingreiftruppe – Raus aus der NATO!
» Aufrüstung und Rüstungsexport stoppen – NEIN zur Aufstockung des Militärhaushalts – NEIN zu Kampfdrohnen!
» Schluss mit dem Morden von Flüchtlingen im Mittelmeer – Fluchtursachen statt Flüchtlinge bekämpfen!
» Abzug aller US-Streitkräfte und -Atomwaffen aus Deutschland!
» Schluss mit der Unterstützung des Krieges des ukrainischen Regimes gegen seine eigene Bevölkerung –
Kooperation statt Konfrontation mit Russland

Antikriegsinfo-1-2015