Stolperstein für Jan Gerdes

P r e s s e m i t t e i l u n g _______________________

Ein S T O L P E R S T E I N für Johann Gerdes.

Am Mittwoch, 22. Februar 2017, wird der Künstler Gunter Demnig um 9 Uhr vor dem ehemaligen Haus des KPD – Mitglieds und Mitglied des Oldenburger Landtages, Johann (Jan) Gerdes, Neusüdenderweg 50, Oldenburg, einen Stolperstein verlegen.

Im Neusüdenderweg wurde Jan Gerdes von Angehörigen der SA zusammengeschlagen und man schoss auf ihn. Er erlag seinen Verletzungen.

Die Verlegung des Stolpersteins wird begleitet von Wort- und Liedbeiträgen.

Initiatoren und Kooperationspartner :
• Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V.
• CVJM/Gruppe junger Erwachsener/Thomaskirche Ofenerdiek
• DKP Oldenburg

Die Verlegung wird ohne öffentliche Mittel finanziert. Der Stolperstein wird auf privatem Grund verlegt, dennoch öffentlich sichtbar sein.
Wir würden uns über Ihre Teilnahme und Berichterstattung sehr freuen.

Oldenburg, 08. Februar 2017

_______________________
Pressemitteilung des Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V.
Cloppenburger Str. 109 – 26135 Oldenburg
www.fluchtmuseum.de – info@fluchtmuseum.de

Jahresauftakt und Filmveranstaltung der DKP Oldenburg

06/01/2017 20:00 – 22:00
Bei Beppo, Auguststr. 57, Oldenburg

Olga Benario ist 31 Jahre alt, als sie ins KZ Ravensbrück kommt. Ravensbrück liegt bei Fürstenberg/Havel in Brandenburg, ca. 1 Stunde von Berlin. Ravensbrück, das steht für das größte Frauenkonzentrationslager im Deutschen Reich. In unmittelbar Nähe liegt das für junge Mädchen eingerichtete KZ Uckermark. 34 Jahre alt ist Olga, als sie mit jüdischen Mithäftlingen in die „Heil- und Pflegeanstalt“ Bernburg verbracht und vergast wird.

Olgas Leben und Wirken war den DDR-Bürgern bekannt. Straßen, Kindergärten und Schulen waren nach ihr benannt. Zur ihrer Popularität trug maßgeblich die in Romanform gehaltene Biographie von Ruth Werner bei. Eine Heldenbiographie von links? Nein, das Wachhalten der Geschichte einer mutigen Frau, Kommunistin, Antifaschistin und Jüdin. Nach der Rückwende 1989 verschwand ihr Name, wie der unzähliger anderer AntifaschistInnen. Antifaschismus soll als verordnet verleumdet, und ausgetilgt, die Erinnerungen ausgelöscht sein.

Wir halten dagegen und zeigen den Dokumentarfilm zu unserem Jahresauftakt in Erinnerung an Olga, an Rosa und Karl, an die Mutigen von Gestern um für das Heute zu lernen.
Denn, der Kampf gegen Faschismus und Krieg – das gilt gestern wie heute – die sind untrennbar miteinander verwoben.

Eintritt frei.

Ein Lied, nicht nur, gegen Berufsverbote

Vom 1. bis 21. Dezember wird im PFL eine Ausstellung zur Berufsverbotepraxis der alten Bundesrepublik gezeigt. Das dies nicht nur eine Sache der Vergangenheit ist, zeigen die gegenwärtigen Versuche Demokraten und Antifaschisten aus dem (Hoch-)Schuldienst zu entlassen bzw. den Antritt des Dienstverhältnis zu verweigern, wie Kerem Schamberger in Bayeren, Michael Csaszkócz aus Heidelberg oder die Kampagnen gegen unliebsame Palästina-Aktivisten. wie Christoff Glanz aus Oldenburg oder Rebecca Seidel aus Hildesheim.

Wir veröffentlichen hier ein alten Schlager des uns allen beliebten Hannes Wader, der schon damals gegen diese gängige Praxis angesungen hat.

Carl von Ossietzky am 3.10. im Beppo

Vor 127 Jahren, am 3. Oktober 1889 wurde der Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky geboren. Zu diesem Anlass findet am „Tag der deutschen Einheit“ eine Lesung in der Gaststätte „Bei Beppo“ statt.

Die DKP Oldenburg will mit dieser Veranstaltung an den großen Journalisten, Schriftsteller und Pazifisten erinnern, den die Nazis verfolgten um seine Stimme für Frieden, Demokratie und sozialer Republik zum Schweigen zu bringen.

„In der heutigen Zeit in der der Krieg ganze Regionen verwüstet, deutsches Militär ins Ausland geschickt und die Spannungen zu Russland verschärft werden, hat uns der Pazifist Ossietzky einiges zu sagen,“ erklärt hierzu der Vorsitzende „Carl von Ossietzky am 3.10. im Beppo“ weiterlesen

Weg mit dem KPD-Verbot von 1956!

„60 Jahre KPD Verbot – 60 Jahre Demokratieabbau“
Podiumsdiskussion zum KPD Verbot

4. August 2016, um 19 Uhr
Bürgerhaus Weserterrassen, Osterdeich 70 B, 28205 Bremen

Veranstalter: Bremer Antikapitalistische Linke (BAL), Deutsche Kommunistische Partei (DKP), Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg

Moderation: Wolfgang Meyer von der Bremer Linkspartei

Das Podium ist besetzt mit: Inge Höger, Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Schirmfrau der Bildungsgemeinschaft SALZ, Patrik Köbele, Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei, Professor Dr. Ekkehard Lieberam, Sozialwissenschaftler, Marxistisches Forum Sachsen und Willi Gerns aus Bremen, Mitglied und Funktionär in der KPD/DKP seit über 67 Jahren, 30 Monate in Haft, verurteilt von der Sonderstrafkammer Lüneburg.

FILMREIHE 75 Jahre Überfall auf die Sowjetunion

Am 22. Juni 1941 überfiel der deutsche Imperialismus die Sowjetunion, nachdem er in den vergangenen zwei Jahren halb Europa unterworfen und gemeinsam mit den so genannten Achsenmächten einen Weltkrieg zur Neuaufteilung der Weltmärkte begonnen hatte. “Stalin bricht Hitler das Genick“, so brachte Ernst Thälmann seine Zuversicht und sein festes Vertrauen zum ersten Arbeiter- und Bauernstaat zum Ausdruck. Hatte 1939 der Nichtangriffspakt mit Hitlerdeutschland viele schwankend gemacht, so sehnten doch Millionen Menschen in der ganzen Welt darauf, das nun eine Wende im Krieg eintreffen möge.

Wir zeigen zum 75. Jahrestag des Überfalls russische Filme aus verschiedenen Jahrzehnten. Und wenn auch heute kein Vaterland des internationalen Proletariats uns zur Seite steht gegen Faschismus und Krieg, so ziehen wir dennoch Kraft und Hoffnung aus der damals real gewordenen Utopie. Denn die Geschichte soll uns ein Lehrmeister sein! Für alle, die einen Blick wagen wollen, wie es wirklich war: „FILMREIHE 75 Jahre Überfall auf die Sowjetunion“ weiterlesen

Gedenken in Esterwegen

Am 7. Mai findet in der Begräbnisstätte Esterwegen im Emsland wieder das Gedenken für die Opfer des Faschismus statt. Dieses Gedenken wird durch die „Niederländisch – Deutsche Initiative 8. Mai“ gestaltet. Die Initiative betrachtet es als ihre Aufgabe, mit der alljährlichen Veranstaltung der Opfer des Faschismus zu gedenken und gleichzeitig gegenwärtige undemokratische und neofaschistische Entwicklungen, Diktaturen und Kriege anzuklagen.In diesem Jahr reden neben dem Hamburger Schauspieler Rolf Becker auch Christel Pieper, die Tochter eines Moorsoldaten sowie Mathijs Dröge aus den Niederlanden. Der in den Niederlanden sehr bekannte Chor „de volksstem“ (Die Volksstimme) umrahmt das Programm kulturell.

Ort: Begräbnisstätte Esterwegen an der B 401

Sonnabend 7.Mai 2016 um 15 Uhr

Esterwegen 2016

Aufruf der DKP zum 1. Mai 2016

Heraus zum 1. Mai: Solidarität mit den Verfolgten! Gemeinsam kämpfen gegen das Kapital!

Wir rufen auf zur Teilnahme an den Mai-Demonstrationen der Gewerkschaften. Der DGB und seine Einzelgewerkschaften organisieren die Demonstrationen in diesem Jahr unter dem Motto „Zeit für mehr Solidarität“. Im Fokus stehen dabei die Solidarität mit den Geflüchteten, aber auch mit denen, die unter Lohndumping, Leiharbeit und schlechten Arbeitsbedingungen leiden, die trotz lebenslanger Arbeit von ihrer Rente nicht leben können, und mit den Frauen, die immer noch für gleiche Arbeit mehr als ein Fünftel weniger Lohn bekommen.

„Aufruf der DKP zum 1. Mai 2016“ weiterlesen

Refugees welcome Demonstration

Liebe GenossInnen, liebe FreundeDemoplakat

am Samstag, den 12. März, um 14 Uhr findet eine Demonstration gegen Rassismus in Oldenburg statt. Der Gruppenvorstand der DKP Oldenburg ruft dazu auf sich daran zu beteiligen. Start der Demo ist Stau, am Hafen beim Kran.

Bitte weiterleiten und teilnehmen!

Aufruf entnommen Offener antifaschistische Treff Oldenburg

http://antifatreff.blogsport.de/2016/03/05/refugees-welcome-demo-am-12-03-2016/

Wir rufen auf, am 12. März um 14 Uhr in Oldenburg für Solidarität mit Geflüchteten zu demonstrieren und gemeinsam gegen Rassismus, religiösen Fundamentalismus und patriarchale Strukturen zusammenzustehen! Beginnen soll die Demo am Hafen beim Kran.

Aktuell finden sich viele Menschen auf der Welt in der Situation wieder vor lebensbedrohlichen Umständen zu fliehen. Aufgrund von Krieg, Terror, Hunger, wirtschaftlicher Not, Verfolgung weiteren Gründen. Natürlich suchen diese Leute auch in Europa und Deutschland Schutz. Sie hoffen auf ein sicheres Leben und nehmen schwerste und auch lebensgefährliche Wege in Kauf um bis hierher zu gelangen. Allerdings finden sie nicht unbedingt das, was sie sich erhofft hatten. In Deutschland feiert man sich zwar momentan für seine sogenannte „Willkommenskultur“, die Realität sieht aber für viele Geflüchtete ganz anders aus: Von öffentlicher Seite werden Menschen, die Anträge auf Asyl stellen, immer wieder Steine in den Weg gelegt und das Ziel scheint zu bleiben, sie so schnell wie möglich wieder abzuschieben. Im alltäglichen Leben sieht es für Geflüchtete nicht unbedingt besser aus. Die deutsche Zivilbevölkerung zeigt sich zunehmend rassistisch. Angefangen bei der AFD, über PEGIDA bis hin zu den rassistischen Bürgerwehren, die sich in letzter Zeit, vor allem im Norden, gebildet haben. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Man muss nicht zu Veranstaltungen wie PEGIDA gehen um Rassist zu sein. Viele Menschen in diesem Land haben eine tendenziell rassistische Grundhaltung. Das zeigt sich an vielen Beispielen. Eines davon ist, wie mit den Ereignissen in Köln umgegangen wurde. Sexistisches und übergriffiges Verhalten wurde zum Problem von Migrant_innen gemacht ohne dabei die patriarchalen Strukturen als Problem anzuerkennen, die auch in Deutschland wirksam sind. Auch wird die Haltung vieler Menschen hier deutlich, wenn man sich einmal anschaut, wie viele Angriffe es in diesem und im letzten Jahr auf (potentielle) Geflüchtetenunterkünfte gab und wie groß die Zustimmung in der Bevölkerung zu solchen Taten war.
Es erscheint logisch, dass man bei solchen Sachen aktiv werden muss. Und solch eine Demo ist ein erster Schritt. Kommt zahlreich, je mehr desto besser, und sagt euren Freund_innen Bescheid.

Solidarität zeigen! Gemeinsam gegen Repression und rassistische Hetze!

Antifaschistische Gedenkkundgebung

jan gerdes bildAntifaschistische Gedenkkundgebung
Sa 05.03.2016 / 11:00 Uhr
Johann-Gerdes-Straße

Gastrednerin:
Cornelia Kerth (Hamburg)
Bundesvorsitzende der VVN/BdA
Musik: Uisge

Der Ofenerdieker Arbeiter Johann (Jan) Gerdes erlag am 5. März 1933 im Pius-Krankenhaus seinen Verletzungen. Der 36-jährige Jan, Gemeindevertreter in Ohmstede und Landtagsabgeordneter der KPD war das erste Opfer in Oldenburg nach dem Machtantritt der NS-Faschisten. Die Nazis sprachen seine Mörder frei. Die SA hatte endlich freies Spiel alle Kriegsgegner und Sozialisten ein für alle Mal auszuschalten. Dem Weg in den Krieg sollte von nun an nichts mehr im Wege stehen.
Wir gedenken Jan Gerdes und allen Kämpfern gegen Faschismus und Krieg!

Heute erhebt der Faschismus wieder seine schreckliche Fratze. In der Ukraine führt er Krieg und verfolgt Antifaschisten, Demokraten und Pazifisten. Nationalistische und faschistische Parteien erleben in allen Ländern EU-Europas starken Zulauf. In der Bundesrepublik vergeht kein Tag ohne Anschläge auf Flüchtlinge; Bürgerwehren gegen Ausländer werden gebildet. PEGIDA soll die neue Massenbewegung von Rechts werden, AFD ihr parlamentarischer Arm. Schon wurden Flüchtlingshelfer attackiert, Versammlungen angegriffen, auf Menschen geschossen.
Setzen wir ein Zeichen gegen Flüchtlingshetze, Rassismus und Neonazis!

Was macht die etablierte Politik? Nach dem Handgranatenangriff – „Jetzt keine Hysterie!“, so der SPD-Innenminister Gall in BaWü. Nach den massiven Angriffen von 250 marodierenden Nazis im Leipziger Stadtteil Connewitz – die CDU distanziert sich von Lichterketten gegen Rechts, da diese „den Bemühungen der Bundesregierung im Wege stehen, die Flüchtlingszahlen zu reduzieren“. Kein Tag, kein TV-Programm ohne Flüchtlingsthema. Kein Tag, keine Nachricht ohne Suche nach Islam-Terroristen. Kein Tag, kein Kommentar ohne Bundeswehrpropaganda. Kein Tag ohne neue Pläne zum Ausweiten von Auslandseinsätzen, von Zuzugsbeschränkungen, von Unterfinanzierung der Armee, von Grenzen dichtmachen und Gefahrenbeschwörung.

Faschismus und Krieg sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. „Wehret den Anfängen ist längst überholt – Wir sind mittendrin“, so der Mahnruf der Auschwitz- Überlebenden Esther Bejarano.