Warum es zur Massenvernichtungspolitik der Nazis gegen die in Europa lebenden Juden kam

Referat auf der Diskussionsveranstaltung der DKP Oldenburg anlässlich der Reichspogromnacht

Anlässlich des Gedenkens an die Reichsprogromnacht findet in Oldenburg traditionell ein Erinnerungsgang statt. Diese Gedenkdemonstration geht den Weg der damaligen verhafteten jüdischen Bürger vom Polizeigefängnis -der heutigen Landesbibliothek – zum Gerichtsgefängnis. In diesem Jahr beteiligten sich ca. 2000 Menschen an dem Gedenkmarsch.

Aus dem Anlass und um ein marxistisches Verständnis von Antisemitismus und des Holocaust zu fördern, lud die DKP Jürgen Lloyd, Lehrer an der Karl-Liebknecht-Schule in Leverkusen ein. Wir veröffentlichen hier sein gehaltenes Referat.

»Was bedeutet der Holocaust für unser Verständnis vom Faschismus?«

Jürgen Lloyd, Referat, DKP Oldenburg, 03.11.2016

Warum beschäftigen wir uns mit der Vernichtungspolitik der Nazis? Reicht es nicht, dass wir uns doch sehr weitgehend darin einig sind, dass der Holocaust, also das, was wir u.a. mit Auschwitz verbinden, ein schreckliches Verbrechen war? Die, die das nicht so sehen, die die faschistische Vernichtungspolitik verharmlosen wollen, oder ihr gar etwas Gutes abgewinnen wollen, an die richtet sich unsere Beschäftigung ja nicht – die erreichen wir damit auch nicht. Warum also beschäftigen wir uns damit? „Warum es zur Massenvernichtungspolitik der Nazis gegen die in Europa lebenden Juden kam“ weiterlesen

Sie sind wieder wer 25 Jahre Anschluss der DDR. Ein Resümee

mit Dr. Arnold Schölzel, Chefredakteur der Tageszeitung „junge Welt“, Berlin

Donnerstag, 28. Januar 2016
Beginn 19.30 Uhr
Ort: Bei Beppo, Auguststraße 57, 26121 Oldenburg

Seit dem DDR-Anschluss vor 25 Jahren hat die erweiterte BRD einen triumphalen Aufstieg zur Führungsmacht der EU hingelegt. Aus der noch nicht beendeten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007 ging das Land enorm gestärkt hervor. Die EU-Politik Berlins ist der konzentrierte Ausdruck von Interessen der Finanzindustrie und der deutschen Exportwirtschaft.
2015 wurde am Umgang mit der gewählten Regierung Griechenlands für jeden nacherlebbar – bis hin zu deren Kapitulation und Übergabe der Souveränität.

Das Modell DDR-Einverleibung in den 90er Jahren steht heute Pate bei den Diktaten aus der Feder Berlins und Brüssels gegenüber sogenannten EU-Krisenstaaten. Das Muster ist älter. Blaupausen für ein Europa formal gleichberechtigter Staaten bei tatsächlicher deutscher Hegemonie finden sich bereits in der Frühzeit des deutschen Imperialismus vor 100 Jahren. Nun scheint die deutsche Forderung nach einem „Platz an der Sonne“ erfüllt. Die osteuropäischen EU-Staaten sind eine Art deutscher Hinterhof, Italien oder Frankreich fallen weit hinter die deutsche Vormacht zurück.

Das Ende des ostdeutschen Staates war ökonomisch gesehen die „größte Enteignung eines Vollkes“, wi es der kürzlich verstorbene SPD-Politiker Egon Bahr einmal formulierte.
Nach der Privatisierung der DDR-Industrie waren etwa 95 Prozent des ostdeutschen Wirtschaftskapitals in westdeutscher oder in ausländischer Hand, fünf Prozent blieben bei Einheimischen. Dieses „Modell“ wird sich kaum in einem anderen Land so durchsetzen lassen, die verheerenden Folgen jedoch – Massenarbeitslosigkeit, Auswanderung, Zerstörung dere sozialen Sicherungssysteme – sind EU-weit einander ähnlich.

Die DDR-Zerstörung war ein Beispiel des seit 1990/91 entfesselten Regimes der Reichen zur Herstellung von Armut und Barbarei weltweit. Krieg, Vertreibung und Flucht sind einkalkulierte Bestandteile dieser Ordnung.

Arnold Schölzel, geboren 1947 in Bremen, verbrachte dort seine Kindheit und Jugend, bevor er 1967 aus politischen Gründen aus der Bundeswehr in die DDR desertierte. Er studierte an der Humbold-Universität in Berlin Philosophie. Er promovierte über Karl Korsch und arbeitete bis 1994 an der Humbold-Universität als wissenschaftlicher Mitarbeiter.
Arnold Schölzel wurde 1997 Feuilletonredakteur der Tageszeitung junge Welt, deren Chefredakteur er seit 2000 ist.

Raus aus der Szene, rein in die alltäglichen Auseinandersetzungen und weg von der Stellvertreterpolitik – nur so ist die Linke noch zu retten

Auch GenossInnen der DKP Grundorganisation Oldenburg waren in Berlin und haben an der Rosa-Luxemburgkonferenz und der LL-Demo teilgenommen. Daher dokumentieren wir einige Beiträge des Wochenendes.

 

Lena Kreymann ist Studentin und Mitglied des Bundesvorstandes der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ). Sie nahm an der Podiumsdiskussion der XXI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz ab 18h im großen Saal teil.

Schon Karl Marx und Friedrich Engels wussten es: »Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedes Mal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen.« Was die beiden vor über 150 Jahren im Kommunistischen Manifest formulierten, halten wir bis heute für gültig und wollen deshalb – ganz unbescheiden – die Klassengesellschaft, den Kapitalismus, überwinden.

Die Kräfte in Deutschland, die sich dieses Ziel ebenfalls auf die Fahnen geschrieben haben, diskutieren wieder verstärkt darüber, welchen Weg wir dafür einschlagen müssen. Herausforderungen gibt es zur Genüge: rechte Massenbewegungen auf der Straße, deutsche Kriegseinsätze weltweit oder Tarifabschlüsse, die kaum mit der Preisentwicklung mithalten können.

SDAJ-Kampagne

Wir als revolutionäre Jugendorganisation verfolgen auf allen diesen Gebieten den gleichen Ansatz: Schüler, Azubis und junge Arbeiter für ihre eigenen Interessen in Bewegung bringen und in der konkreten Auseinandersetzung den grundlegenden Widerspruch von Kapital und Arbeit, den Klassencharakter dieser Gesellschaft, offenlegen.

Für uns bedeutet das, an die konkreten Erfahrungen und Problemen der Jugendlichen anzuknüpfen. Statt aus dem Elfenbeinturm die Wahrheit über »das System« zu verkünden und damit am Bewusstseinsstand der Menschen in diesem Land vorbeizureden, gilt es, in der alltäglichen Arbeit den Klassengegensatz aufzuzeigen – an kaputten Kloschüsseln in der Schule, den nicht erstatteten Arbeitsmaterialien im Betrieb oder dem Werbeflyer der Bundeswehr.

Wenn also Auszubildende beim Krankenhauskonzern Vivantes in Berlin ihre miesen Ausbildungsbedingungen öffentlich skandalisieren, wenn vor einem Leipziger Callcenter ein fiktiver Sklavenmarkt mit Beteiligung von Beschäftigten stattfindet oder wenn in München eine Jubeldemo darauf hinweist, dass der Siemens-Konzern 5,5 Milliarden Euro Gewinn gemacht hat und gleichzeitig 10.000 Stellen streichen will – dann ist das Klassenkampf. Wenn dabei klarwird, dass das keine bedauerlichen Einzelfälle sind, sondern, dass dahinter System steckt – dann hat die revolutionäre Linke ihren Job gemacht.

Diese Beispiele stammen aus der SDAJ-Kampagne »Unsere Zukunft statt eure Profite!« aus dem Jahr 2014. Wir sind sicher nicht die einzigen, die so etwas machen. Aber wenn es viel mehr wären, stünden wir heute als Linke insgesamt besser da.

Jugendlichen in der Ausbildung versuchen wir, an ihrer eigenen Situation den Interessengegensatz zu ihrem Chef und der Konzernleitung aufzuzeigen, und wir versuchen, mit ihnen gemeinsame Erfahrungen im praktischen Klassenkampf zu machen. Doch die Zustände erscheinen häufig als individuelle Probleme, als unveränderbar, als Einzelfälle ohne Gesamtzusammenhang. Dazu tragen leider auch allzuoft linke Betriebsräte und Parteien bei, die für andere verhandeln, statt mit ihnen zu kämpfen.

Nur in eigenen Auseinandersetzungen schließen sich die Menschen zusammen und stoßen auf Interessenkonflikte – ein Ansatz für weitere Debatten und eine inhaltliche Auseinandersetzung.

Die Parlamentstribüne kann dazu ein ergänzendes Mittel sein. Ist sie mehr, wie beispielsweise in Bundesländern, in denen die Partei die Linke Regierungsverantwortung übernimmt, ist sie nichts mehr – außer der Anfang vom Ende revolutionärer politischer Praxis.

Für viele linksradikale Gruppen dagegen spielt die konkrete Arbeit an Schule und Betrieb keine Rolle. Statt sich in diese »Kämpfe ums Teewasser« einzumischen, orientieren sie auf Großevents wie Blockupy oder die G-7-Proteste. Natürlich ist die SDAJ auch bei diesen Demonstrationen dabei. Doch wir gewichten sie in unserer politischen Praxis anders, weil wir glauben, dass wir die Masse der Jugendlichen nur in der langfristigen Arbeit vor Ort ansprechen können. Dort versuchen wir als konsequente Kraft zu überzeugen. Wer weiß, dass es einen unauflösbaren Interessengegensatz zur Unternehmerseite gibt, und wer für dessen Aufhebung in einer anderen Gesellschaft kämpft, lässt sich auch in »nur« gewerkschaftlichen Kämpfen von Drohungen der Gegenseite nicht einschüchtern und setzt Forderungen konsequenter durch.

Was sich im Bereich der betrieblichen Interessenvertretungspolitik machen lässt, funktioniert auch im antimilitaristischen Kampf. Dieser ist mit dem Anfang Dezember beschlossenen Syrien-Einsatz für unsere Generation aktueller denn je. Immer noch ist der Shell-Jugendstudie 2015 zufolge fast die Hälfte der Jugendlichen gegen deutsche Kriegseinsätze. Mehr als einen Krieg in Europa fürchten sie nur Terrorangriffe. Gleichzeitig wird die Bundeswehr tendenziell beliebter, und das deutsche Engagement in der Welt genießt unter Jugendlichen hohes Ansehen. Unsere Aufgabe ist es, entsprechend deutlich zu machen, dass die deutsche Verantwortungsübernahme in aller Welt Krieg und Terror nach sich zieht und gegen unsere Interessen steht.

Ein solcher interessengeleiteter Antimilitarismus war 2010 Ausgangspunkt der Kampagne »Bundeswehrfreie Zone« gegen die Werbung der deutschen Armee an Schulen. Die SDAJ unterstützte und initiierte Bündnisse gegen Jugendoffiziere, die die Bundeswehr als normalen Arbeitgeber präsentieren. Vielerorts konnten Schüler, Eltern und Lehrer deren Auftritte verhindern, einige Schulen erklärten sich für bundeswehrfrei. Es ging darum, aufzuzeigen, wie die Armee die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher ausnutzt, um sie als Berufssoldaten zu gewinnen, und für wessen Interessen sie zum Töten instrumentalisiert werden. Sogar der Verfassungsschutz Baden-Württemberg bescheinigte uns im April 2010: »Eine bundeswehrfeindliche Kampagne bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit der Zielrichtung, die Bundeswehr zu verunglimpfen und ihr das Auftreten in Lehr- und Forschungseinrichtungen zu erschweren, könnte Erfolgschancen haben.«

Keine Stellvertreterpolitik

Auch hier ist mühselige Kleinarbeit gefragt. Ohne Verankerung in der Bevölkerung werden Sabotageakte allein den nächsten Einsatz nicht verhindern können. Wir müssen möglichst große Teile der Klasse davon überzeugen, dass hinter den Kriegseinsätzen Kapitalinteressen stehen und diese unseren eigenen diametral entgegenstehen. Wer sich hingegen von einer Analyse des deutschen Imperialismus verabschiedet und lediglich auf die moralische Ablehnung von Krieg setzt, erreicht damit zunehmend weniger bei der Bevölkerung. Vor allem aber kommt man so in ernsthafte Schwierigkeiten, einen antimilitaristischen Kurs beizubehalten, wenn der Einsatz mit ethischen Argumenten begründet wird. So geschehen bei der Bundestagsabstimmung über den Einsatz zur Vernichtung von syrischen Chemiewaffen: Erstmals stimmten fünf Abgeordnete der Partei Die Linke dafür, 18 weitere enthielten sich. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jan van Aken erklärte damals, es es gäbe viele gute Gründe, die für den Einsatz im Mittelmeer sprächen. »Die Vernichtung des syrischen Chemiewaffenarsenals ist zu begrüßen«.

»Selber tun« lautet das Motto der Rosa-Luxemburg-Konferenz an diesem Wochenende. Das bringt die Sache genau auf den Punkt. Aus der aktuellen Schwäche wird uns weder eine Autonome-Szene-Politik führen, die sich wesentlich über Lifestyle definiert und den Kontakt zur als »deutschen Mob« verhetzten Arbeiterklasse verabscheut, noch kann das Stellvertreterpolitik, die den Menschen das Kämpfen abzunehmen scheint. Wir wollen eingreifen, erklären, unterstützen und überzeugen. Doch den Kapitalismus verstehen und den Kampf gegen ihn führen – das müssen die Azubis, Schüler und jungen Arbeiter eben am Ende doch selbst. Dazu brauchen sie junge Revolutionäre an ihrer Seite – die ein Stück Einsicht in den Kampf der Klassen und die Möglichkeiten zu seiner Überwindung schon gewonnen haben, die diese in verständlicher Sprache weitergeben und die sich nicht zu schade sind, auch bei der Streikdemonstration morgens um sieben mit dabeizusein.

Lena Kreymann

 

 

Historischer Faschismus und antifaschistischer Kampf heute

Wochenendseminar der DKP Oldenburg
Anreise Freitag, den 03.07., 18.00 Uhr
Abreise Sonntag, den 05.07., 14.00 Uhr
Was macht Faschismus als besondere Herrschaftsform aus? Was ist sein historischer Platz? Welche Funktion erfüllt die faschistische Diktatur und welche die faschistische Bewegung?
Diesen Fragen wollen wir nachgehen und bei der Analyse des historischen Faschismus auch die aktuelle Situation beleuchten. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Imperialismus und Faschismus? Ist die Situation heute in der Ukraine mit den Beginn der faschistischen Diktaturen in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts vergleichbar? Aber auch einigen Wesensmerkmalen wie Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus im historischen Faschismus wollen wir nachgehen. In Anbetracht der AntiDeutschen Einflüsse auf die Antifa-Bewegung interessiert uns insbesondere ob Antisemitismus ein Schlüsselmoment zum Verständnis nationalistischer/faschistischer Bewegungen ist und welche Stellung der Holocaust für unser Verständnis der „Diktatur der am meisten reaktionärsten, imperialistischsten Teile des Finanzkapitals“ einnimmt.
In dem Seminar werden wir uns mit Analysen von profilierten Faschismusexperten aus der DDR und Österreich auseinander setzen und im Original Lage- und Strategiepapiere aus der Kommunistischen Internationalen lesen und diskutieren.
Das Wochenendseminar findet in gemütlicher Atmosphäre am Jadebusen statt. Die Teilnahme ist für ein geringen Unkostenbeitrag für Mitglieder und Sympathisanten der DKP möglich. Anfragen/Anmeldungen sind über das Kontaktformular zu richten.

Die kämpfende Partei – die bolschewistische Partei in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges

kprf3Am 4. Juni, um 19.30 Uhr findet im IBIS e.V., Klävemannstr.16 eine Veranstaltung der DKP zum 70. Jahrestages der Befreiung vom deutschen Faschismus statt. In allen Ländern trugen insbesondere die Kommunistischen Parteien den Hauptanteil am antifaschistischen Befreiungskampf. In Deutschland waren dies 160.000 Mitglieder der KPD, zehntausende von ihnen kamen dabei ums Leben.

„Die kämpfende Partei – die bolschewistische Partei in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges“ weiterlesen

Die Bedeutung der Arbeit Lenins über den Imperialismus zur Beurteilung der gegenwärtigen Krise.

Hans-Peter Brenner

Euro-Krise, USA, TTIP, islamistischer Terror, drohende Haltung des „Westens“ gegenüber Russland – die Krise ist das Lebenselexier des Imperialismus. Wie und womit erklären wir diese permanente Krisenhaftigkeit? Alle Genossinnen und Genossen sowie alle an unserer Partei Interessierten sind herzlich eingeladen, darüber nach einem einleitenden Referat unseres Gastes Dr. Hans-Peter Brenner, stellvertretendem Vorsitzenden der Deutschen Kommunistischen Partei, zu diskutieren.

Zeit: Freitag, 13. 03. 2015; 19.30 Uhr

Ort: Büro der Linkspartei,  Kaiserstraße 19, 26122 Oldenburg

Die Bedeutung der Arbeit Lenins über den Imperialismus zur Beurteilung der gegenwärtigen Krise.

Liebe GenossInnen, liebe Freunde, liebe Lesende, leider muss diese Veranstaltung ausfallen, da der Referent erkrankt ist! Entschuldigt bitte!

Euro-Krise, USA, TTIP etc., islamistischer Terror, drohende Haltung des „Westens“ gegenüber Russland – Die Krise ist das Lebenselexier des Imperialismus. Wie und womit erklären wir diese permanente Krisenhaftigkeit?

Alle Genossinnen und Genossen sowie alle an unserer Partei Interessierten sind herzlichst eingeladen, darüber nach einem einleitenden Referat unseres Gastes Hans-Peter Brenner, stellvertretendem Vorsitzenden der Deutschen Kommunistischen Partei, zu diskutieren.

 

Ort: Gaststätte „Bei Beppo“

Auguststr. 57

Oldenburg

 

Zeit: Freitag, 23. 01. 2015; 19.30 Uhr

 

KLASSENMACHT DURCH ARBEITERSOLIDARITÄT!

Eine Wortmeldung von Andreas Schlegel (DKP Oldenburg)

„Die Brüderlichkeit der Völker ist für die Sache der Arbeiter dringend notwendig. Denn jedes Mal, wenn wir den Versuch unternehmen, unsere soziale Lage zu verbessern, indem wir die Stunden der Plackerei reduzieren oder den Preis der Arbeit erhöhen, drohen die Unternehmer uns an, Franzosen, Deutsche, Belgier oder andere herüberzuholen, damit wir unsere Arbeit für geringeren Lohn verrichten. Leider wurde diese Drohung auch bereits wahr gemacht. Das heißt nicht, dass unsere Brüder vom Kontinent uns schaden wollen, sondern dass es an regelmäßiger und systematischer Kommunikation zwischen den arbeitenden Klassen aller Länder mangelt. Wir hoffen, diesen Mangel schnell behoben zu sehen, denn unsere Bestrebung ist es, die Löhne der schlecht bezahlten Arbeiter denjenigen der besser entlohnten so weit als möglich anzugleichen, anstatt es den Unternehmern zu erlauben, uns gegeneinander auszuspielen.“ (Grußadresse einer Einladung zu einem Treffen von englischen an französische Arbeiter von 1863)

„KLASSENMACHT DURCH ARBEITERSOLIDARITÄT!“ weiterlesen