Ein Lied, nicht nur, gegen Berufsverbote

Vom 1. bis 21. Dezember wird im PFL eine Ausstellung zur Berufsverbotepraxis der alten Bundesrepublik gezeigt. Das dies nicht nur eine Sache der Vergangenheit ist, zeigen die gegenwärtigen Versuche Demokraten und Antifaschisten aus dem (Hoch-)Schuldienst zu entlassen bzw. den Antritt des Dienstverhältnis zu verweigern, wie Kerem Schamberger in Bayeren, Michael Csaszkócz aus Heidelberg oder die Kampagnen gegen unliebsame Palästina-Aktivisten. wie Christoff Glanz aus Oldenburg oder Rebecca Seidel aus Hildesheim.

Wir veröffentlichen hier ein alten Schlager des uns allen beliebten Hannes Wader, der schon damals gegen diese gängige Praxis angesungen hat.

DKP trauert um Fidel Castro

Pressemitteilung des DKP-Parteivorstands, 26. November 2016

Die Revolution der Gleichheit und der Solidarität lebt

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), ihre Freundinnen und Freunde und ihre Mitglieder trauern zusammen mit Millionen Menschen auf der Welt um Fidel Castro, den Revolutionsführer Kubas. „Die kubanische Revolution hat dank Fidel und der Kommunistischen Partei Kubas eine gesellschaftliche Gleichheit hergestellt, wie sie nur im Sozialismus möglich ist“, sagte Patrik Köbele, der Vorsitzende der DKP, am Samstag. „Das ist der Platz dieser Revolution und Fidel Castros in der Geschichte des 20. Jahrhunderts.“

Die DKP steht auch in diesem Moment an der Seite des kubanischen Volkes, das sie seit ihrer Gründung politisch und in den schwersten Jahren auch materiell unterstützt hat. Unser besonderer Gruß gilt in diesen Tagen der Staatstrauer den Familienangehörigen Fidels, seinem Bruder Raúl Castro und dem ganzen kubanischen Volk. „DKP trauert um Fidel Castro“ weiterlesen

Berufsverbote gestern und heute

Die Praxis der Berufsverbote der 70er und 80er Jahre der alten Bundesrepublik scheinen lange zurück zu liegen, lange vergessen und heute nicht mehr aktuell.
Das dem leider nicht so ist, zeigt der jüngste Fall in Bayern. Dort wird dem DKP-Mitglied Kerem Schamberger versucht eine Doktorandenstelle an der Ludwig-Maximilian-Universität mit Verweis auf Erkenntnisse des Verfassungsschutz zu verweigern.

Wir veröffentlichen hier die Solidaritätsadresse der DKP Niedersachen mit Kerem sowie eine Reportage aus dem Jahr 1976 über die Berufsverbotepraxis.

Solidaritätsadresse der Bezirksmitgliederversammlung der DKP Niedersachsen vom 12.11.2016 „Berufsverbote gestern und heute“ weiterlesen

Kanzlerin der Armut und des Krieges

DKP zur Kandidatur Merkels

Nachdem Angela Merkel am Sonntag verkündet hatte, dass sie wieder als Kanzlerkandidatin antreten will, sagte Patrik Köbele, der Vorsitzende der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP):

„Nein, Angela Merkel ist nicht die Kanzlerin, die aus Nächstenliebe die Grenze für Verfolgte geöffnet hat, sie ist auch nicht die Kanzlerin, die das Land stabil durch die Krise lenkte, wie uns die Mainstream-Medien vormachen wollen.

Merkels angeblich christliche Asylpolitik lief darauf hinaus, das Grundrecht auf Asyl zu schleifen. Sie hat die Verantwortung für die Versorgung der Flüchtlinge auf Ehrenamtliche und Kommunen abgewälzt, sie hat den Unternehmen ermöglicht, Flüchtlinge als billige Arbeitskräfte zu benutzen. „Kanzlerin der Armut und des Krieges“ weiterlesen

Demnächst im Schloss Bellevue

Seit den Wahlen in den USA überschlagen sich die Meinungsmacher und Staatsoffiziellen:  Die Verteidigung von „freedom und democracy“ erfordere ein noch größeres Engagement von „uns“. Die Kanzlerin mahnt in Richtung USA: „unsere Werte“ an. Notfalls müssten „wir“ die „Zivilisation“ selber verteidigen!?

Aber, was kümmert uns Trump? Haben wir doch Steinmeier…

Hier ein Kommentar des Blogs Rationalgalerie zur Einigung von SPD und CDU/CSU Frank W. Steinmeier zum Präsidenten aufzustellen:

Der Agenda-Präsident

Steinmeier: Wahlhelfer der AfD

Demnächst im Schloss Bellevue: Jeden Montag die große Suppenküche für die Armen in ganz Deutschland. Dazu der neue Bundespräsident Steinmeier: „Das nenne ich soziale Gerechtigkeit! Mit meiner Agenda 20/10 habe ich Euch arm gemacht und meine Karriere aufgebaut, jetzt will ich mich bei Euch bedanken!“ Am Dienstag der Treff der Teilzeitjobber, Steinmeier: „Weiterharken! Dahinten ist noch Laub!“ Mittwochs: Aufmarsch der Nazi-Bataillone aus der Ukraine, „Demnächst im Schloss Bellevue“ weiterlesen

Berufsverbote und politische Verfolgung in Oldenburg

Ausstellung zur Geschichte von Berufsverboten und politischer Verfolgung wird in Oldenburg gezeigt

01.-21.12.2016 im PFL, Peterst.3, Oldenburg

Eröffnungsveranstaltung am 1. Dezember, 19.30 Uhr im Seminarraum 2

Ab dem 1. Dezember macht die Ausstellung „Vergessene Geschichte – Berufsverbote – politische Verfolgung in der Bundesrepublik“ für 3 Wochen halt in Oldenburg.

Erstmalig wurde die, durch die Niedersächsischen Initiative gegen Berufsverbote erarbeite Ausstellung, im verdi-Bildungswerks in Hannover im Okober letzten Jahres gezeigt. Seither wurde sie in zahlreichen deutschen Städten gezeigt; sogar bis in die Universitätsbibliothek von Roskide, Dänemark fand sie bisher ihren Weg.

Zur Eröffnungsveranstaltung werden zahlreiche ehmalige von Berufsverboten Betroffene erwartet, wie Hans-Joachim Müller, Eva Mellert-Hartling.

Nach den Grußworten vom Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Stefan Störmer, (GEW-Bezirksvorsitzender), Susanne Menge (MdL, Grüne),Ulf Prange (MdL, SPD) werden ehmalige Berufsverbotsopfer das Wort ergreifen und durch die Ausstellung führen.

 

Wir veröffentlichen hier die Pressemitteilung von Joachim Sohns (Oldenburg). Gemeinsam mit Cornelia Booß-Ziegling (Hannover), Hubert Brieden (Neustadt), Rolf Günther (Hannover), Bernd Lowin (Dransfeld) und Matthias Wietzer (Hannover) konzipierte er die Ausstellung.

PRESSEMITTEILUNG:

Vom 1. bis zum 21. Dezember 2016  wird im 1. Stock des PFL in der Peterstraße die Ausstellung  „’Vergessene Geschichte‘ – Berufsverbote –  Politische Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland“ zu sehen sein. Die Ausstellung stellt den „Radikalenerlass“ von 1972 mit seinen innenpolitischen Folgen und Langzeitauswirkungen dar. „Berufsverbote und politische Verfolgung in Oldenburg“ weiterlesen

Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Wochenende 2017

Aller guten Dinge sind 3: Frieden, Arbeit, Solidarität!

Am zweiten Januarwochenende 2017 werden wieder tausende Menschen in Berlin zusammenkommen, um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, den beiden Gründern der Kommunistischen Partei Deutschlands, zu gedenken. Zusammen mit dem russischen Kommunisten W.I. Lenin und anderen waren sie es, die angesichts der Barbarei des Ersten Weltkriegs das tiefe Bedürfnis unter den Völkern nach Frieden zum Ausdruck brachten – und die Einsicht, sich dafür zu organisieren – gegen eine Minderheit von Reichen, die ein Interesse an diesem Krieg hatte. Es war die russische Oktoberrevolution vor 100 Jahren, die die Tür öffnete für eine Zukunft ohne Kriege, Ausbeutung und Unterdrückung.

Wir erleben heute wieder eine Zeit, in der eine Minderheit in unserem Land immer deutlicher in einen unversöhnlichen Widerspruch gerät zur Bevölkerungsmehrheit – den Werktätigen, Erwerbslosen und alleinerziehenden Frauen, der Jugend und den Rentnern.
Diese Minderheit sind eine handvoll Milliardäre – in Deutschland ca. 130 –, die als Großaktionäre oder Mehrheitseigner von Konzernen und Banken daran verdienen …

  1. … wenn 15,5 % der Gesamtbevölkerung und fast jedes fünfte Kind in Armut leben.
  2. … wenn gegen eine gesellschaftliche Mehrheit in Deutschland und der EU Ausbeutungspakte wie CETA und TTIP abgeschlossen werden.
  3. … wenn der Verteidigungshaushalt entsprechend der NATO-Vorgaben von derzeit 34 Mrd. € auf 60 Mrd. € erhöht wird, wie es jüngst Kriegsministerin Ursula von der Leyen angesichts der Wahl von Donald Trump einforderte.

„Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Wochenende 2017“ weiterlesen

Zum 300. Todestag von Wilhelm Gottfried von Leibniz

Wir veröffentlichen hier zum 300. Todestages von Wilhelm Gottgried von Leibniz einen Text von Hans Heinz Holz (* 26.2.1927 † 11.12.21011)

Der marxistische Philosoph Holz promovierte zu Leibniz und Hegel an der Universität Leibzig unter Erst Bloch. Er ist „Ewiges Mitglied“ der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.

Von Leibniz über Hegel zu Marx

von Hand Heinz Holz

In den siebziger Jahren, ich glaube, es war 1876, hat Marx einen Brief an Engels geschrieben, in dem er berichtet, Kugelmann habe ihm beim Abriß des Leibniz-Hauses (das damals offenbar gerade abgerissen wurde) zwei Stücke Tapete aus dem Leibnizschen Arbeitszimmer geschickt, die er dort aus dem Schutt aufgelesen hatte. Marx macht sich dann noch lustig über die dummen Hannoveraner: Wenn sie damit nach London gegangen waren, hatten sie mit diesen Antiquitäten viel Geld machen können, in Hannover sind sie auf den Müll geworfen worden. Kugelmann hat also zwei Stück Tapete mit mythologischen Inhalten, das eine Neptun, das andere Amor und Psyche darstellend, aus diesem Müll herausgelesen und Marx geschickt. Marx hat sie sich eingerahmt und in seinem Arbeitszimmer aufgehangt, schreibt er an Engels und beendet diese kurze Erzahlung mit den Worten »You know my admiration for Leibniz« – Du kennst meine Bewunderung für Leibniz.

Zunächst einmal ein sehr ungewöhnliches Wort, denn Leibniz kommt in den Werken von Marx und Engels eigentlich selten vor – bei Engels schon etwas eher, im Zusammenhang der »Dialektik der Natur« – bei Marx aber nur in den Anfängen. In jenen späten Jahren noch diese Hommage an Leibniz bei Marx zu finden ist eher verwunderlich. Man sollte vielleicht daran erinnern, daß der junge Marx wahrend seiner Studienzeit ein ganzes Heft mit Exzerpten aus der Leibnizschen Philosophie angelegt hat, aus der damals noch gebräuchlichen Dutensschen Ausgabe, obwohl in jener Zeit um 1840 bereits die Erdmannsche Leibniz-Ausgabe in Berlin, wo Marx studierte, erschienen war.

Aber nach der Dutensschen Ausgabe hatte Feuerbach noch sein großes Buch über die Philosophie von Leibniz aufgebaut und die Zitate aus Dutens‘ gewählt. Ich nehme an, daß Marx aus diesem Grund, well er durch Feuerbach auf Leibniz geführt wurde, noch in der älteren Ausgabe studiert hat, und es ist sehr interessant, daß er unter den unzähligen Möglichkeiten, Leibniz zu exzerpieren, aus einem riesigen Oeuvre -auch die Dutenssche Ausgabe war schon sechs dicke Bande stark; inzwischen sind die Leibniz-Werke auf etwa vierzig Bände gediehen und sie sind immer noch nicht fertig herausgegeben nicht etwa jene Schriften rezipierte, von denen man annehmen müßte, daß sie den jungen, politisch interessierten Marx angehen würden, also die Schriften zur Staatsreform, zur Rechtsphilosophie und so weiter, sondern daß er die metaphysischen Schriften von Leibniz exzerpierte. Warum und was das bedeutet, darauf werden wir gleich zurückkommen. „Zum 300. Todestag von Wilhelm Gottfried von Leibniz“ weiterlesen

DKP Niedersachsen stellt Landesliste auf

Auf ihrer Bezirksmitgliederversammlung stellt die DKP Niedersachsen ihre Landesliste für die Bundestagswahl 2017 auf.

Zu einer Bezirksmitgliederversammlung am vergangenen Samstag im Freizeitheim Linden in Hannover versammelten sich 41 DKP-Mitglieder um ihre KandidatInnen zur Bundestagswahl zu nominieren.

Die Liste wird angeführt von Achim Bigus, 57 Jahre, Werkzeugmacher und VK-Leiter aus Osnabrück und Sabine Huppert, 56 Jahre, Zeitungsausträgerin und Vorsitzende der DKP Hannover-Mitte. Weitere 5 Frauen und 10 Männer kandidieren auf der Liste der niedersächsichen KommunistInnen.

Auf Platz 4 wurde Katinka Manizke, 36 Jahre, Pflegehelferin, Betriebsratsmitglied und Mitglied der DKP Oldenburg nominiert. Auf Platz 6, ebenfalls aus Oldenburg, tritt unsere Genossin Ruth Rieß, 60 Jahre und auf Listenplatz 13, aus Wilhelmshaven, unser Genosse Marc Galwas, 46 Jahre, an.

Im Zeichen des roten Sterns

99 Jahre Oktoberrevolution:
Warum Frieden und Sozialismus eine untrennbare Einheit sind

Um 10 Uhr am Vormittag des 7. November 1917, am 25. Oktober des in Russland noch gültigen julianischen Kalenders, wurde in Petrograd folgender Aufruf angeschlagen:

„An die Bürger Rußlands! Die Provisorische Regierung ist gestürzt. Die Staatsmacht ist in die Hände des Organs des Petrograder Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten, des Revolutionären Militärkomitees, übergegangen. Die Sache, für die das Volk gekämpft hat: das sofortige Angebot eines demokratischen Friedens, die Aufhebung des Eigentums der Gutsbesitzer am Grund und Boden, die Arbeiterkontrolle über die Produktion, die Bildung einer Sowjetregierung – sie ist gesichert. Es lebe die Revolution der Arbeiter, Soldaten und Bauern!“

Der Aufruf wurde von der Funkstation des Kreuzers „Aurora“ verbreitet und noch am selben Tag in der bolschewistischen Zeitung „Rabotschi i Soldat“ (Arbeiter und Soldat) abgedruckt. Lenin, der ihn verfasst hatte, war nach vier Monaten in der Illegalität wieder in der Stadt und trat am Nachmittag des Tages zum ersten Mal nach seiner Abwesenheit in der Öffentlichkeit auf, bei der außerordentlichen Sitzung des Petrograder Sowjets.

In einer kurzen, mit stürmischem Beifall aufgenommenen Rede erklärte er die Bedeutung der Umwälzung. Sie bestehe darin, „dass wir eine Sowjetregierung, unser eigenes Machtorgan haben werden, ohne jegliche Teilnahme der Bourgeoisie“. Und dann: „Eine unserer nächsten Aufgaben besteht darin, sofort den Krieg zu beenden. Um aber diesen Krieg zu beenden, der mit der gegenwärtigen kapitalistischen Ordnung eng verknüpft ist, muss man das Kapital selbst niederringen.“ „Im Zeichen des roten Sterns“ weiterlesen